…dem Kindernest Rumänien e.V.

Natürlich Gesund – Ausgabe 7 – Juni 2006

„Helfen kann man nur, wenn man weiß, dass Not herrscht“, sagt Robert Mahnke, Gründer und Vorsitzender des Vereins „Kindernest Rumänien e.V.“. Im Jahr 2000 hörte er zufällig von schlimmen Zuständen in Rumänien. Doch erst ein Besuch zeigte ihm das wahre Ausmaß der Not in unserem Nachbarland. „Rumänien ist eines der ärmsten Länder Europas, hier sind die Spuren des früheren diktatorischen Regimes noch deutlich zu erkennen. Die schwache staatliche Sozialstruktur und das schlechte Gesundheitssystem machen vielen Menschen das Leben unerträglich. Und immer haben es Schwächsten am schwersten – die Kinder! Darum brauchen sie unsere Hilfe“, erklärt er.

Schon bei seinem ersten Besuch in Rumänien war Mahnke entsetzt: Um bei Temperaturen von bis zu -40° nicht zu erfrieren, verbringen viele heimatlose Kinder den Winter in der Kanalisation zwischen Ratten und Müll. Sie schnüffeln Klebstoff, sind schon früh alkohol- und nikotinabhängig und es gibt Hinweise, dass sie Opfer von Organhändlern werden. Die Lebensumstände der Armen und Ärmsten sind unbeschreiblich: Die Kinder werden misshandelt und müssen schwerste körperliche Arbeit verrichten. „Es klingt unvorstellbar, aber manche Eltern hacken ihren eigenen Kinder Arme oder Beine ab, damit sie als Krüppel mehr Mitleid beim Betteln erwecken. Viele Kinder werden sich selbst überlassen. Wir haben leider nicht die Möglichkeiten, um allen Menschen dort zu helfen. Doch wenn wir rumänischen Kindern aus schlimmsten Verhältnissen ein neues Zuhause und eine Lebensperspektive bieten, geben wir auch anderen Menschen dort Hoffnung, dass positive Veränderungen möglich sind“, so Mahnkes eindringlicher Appell.

Der Verein baut in dem Ort „Rotbav“ (= Rotbach) ein Kinderdorf auf. Dieser Ort spiegelt die Situation vieler Menschen in Rumänien wider: In einer Hütte leben bis zu 50 Menschen, Möbel und Kleidung sind Mangelware. Meist gibt es weder etwas zu essen noch Holz zum Heizen. Fenster und Türen sind undicht, trotzdem ist der Mief unerträglich. Als „Toilette“ dient ein Loch zwischen den Häusern, wo sich auch der Müll türmt. Alle Abwässer fließen in den Bach, aus dem das Trinkwasser geholt wird. „Die Menschen werden hier kaum älter als 40 Jahre. Die Kinder haben Krätze, Asthma und sogar AIDS“, erzählt Mahnke bewegt. „Und doch herrscht eine bewegende Solidarität. Die Kinder teilen ihr letztes Stück Brot miteinander und freuen sich riesig über einfachste Geschenke wie Kleidung oder Spielzeug. Besonders rührend ist die Dankbarkeit für die Zuwendung und die Zeit, die wir mit ihnen verbringen.“

Die rumänischen Behörden haben die Notwendigkeit dieses Engagements erkannt und unterstützen es. So wurde eine Wasserleitung durch den Ort gelegt, was in Rumänien keine Selbstverständlichkeit ist. „Der Bibelvers: „Fürchte Dich nicht, ich helfe Dir“ (Jesaia 41, 10) hat hier für mich neue Bedeutung bekommen“, sagt Mahnke. „Mit dem Kindernest können wir ihn erfüllen, indem wir die Not lindern und den Kindern das Gefühl geben, geliebte und wertvolle Menschen zu sein.“

Auf der Internetseite des Vereins finden sich detaillierte Informationen, Bilder und Berichte über das Projekt: www.kindernest-rumaenien.de .

Die memon® Umwelttechnologie dankt den memon®-Vertriebspartnern aus Berlin, die uns auf dieses Projekt aufmerksam gemacht haben. Sie werden Herrn Mahnke Anfang Juni 2006 in Berlin die Spende in Höhe von € 1.200,- überreichen, die durch den Verkauf der „Natürlich Gesund“ von unseren memon®-Mitarbeitern ermöglicht wird.